Exkursion zum Energiepark Bruck/Leitha

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Erfahrungen aus einer Energieregion

Exkursion in die Region Bruck/Leitha

im Rahmen des Energiekonzeptes für die LEADER-Region Niederösterreich Süd

 

 

Im Rahmen des regionalen Energiekonzeptes der LEADER-Region NÖ Süd wurde am 29. Jänner 2010 eine Exkursion in die Region von Bruck/Leitha angeboten, organisiert und betreut vom LEADER-Management NÖ Süd und vom Projekt-Team des Energieparks Bruck/Leitha. Rund 40 interessierte Teilnehmer aus den Gemeinden der LEADER-Region NÖ Süd informierten sich über die Chancen und Herausforderungen im Bereich erneuerbare Energie und Energieeffizienz.

 

Herbert Stava, Präsident des Vereins Energiepark Bruck/Leitha, versuchte potentiell zukünftige Ideen- und Projektträger mit einem Rückblick zur Entstehung des Vereins, zu dessen ehrgeizigen Zielen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz und zu den vom Energiepark initiierten und realisierten Projekten zu begeistern.

 

Der Energiepark Bruck/Leitha wurde 1995 mit dem Ziel gegründet, die Stadtgemeinde Bruck/Leitha, bei der Erreichung der Klimabündnisziele  zu unterstützen. Erste Erfolge dabei zeigten sehr bald, dass dieses Ziel erreichbar ist und somit wurde bereits 2001 das Ziel auf die Vision 100% erneuerbare Energie für die Stadtgemeinde Bruck/Leitha ausgeweitet. Stolz kann der Verein Energiepark Bruck/Leitha seine Rolle als Entwicklungsmotor hervorheben. Mit der Umsetzung von konkreten Projekten wie die Biomasse Fernwärme Bruck/Leitha (10.000 MW, Versorgung von rund 35% der Haushalte in Bruck/Leitha), drei Windparks und der Biogasanlage (Abfallbehandlungsanlage, Biogaseinspeisung, weitere innovative Pilotprojekte) konnte die Wertschöpfung in der Region gesteigert, Arbeitsplätze geschaffen und zur Nachahmung aufgerufen werden.

 

Die Erfolge sollen nun für die gesamte LEADER-Region Römerland Carnuntum, wo sich Bruck/Leitha befindet, erreicht werden. DI Leo Gstrein, Geschäftsführer des Vereins Energiepark Bruck/Leitha rundete den Input mit einer kurzen Vorstellung des Energiekonzepts aus der Region rund um Bruck/Leitha ab. Die erfolgreichen Projekte der letzten Jahre im Bereich Elektrizität zeigen ihre Wirkung. Wenn die großen Industriebetriebe mit überregionalen Bedeutung ausgeklammert werden, wird in der Region bereits mehr Strom aus erneuerbaren Energien produziert als von den Haushalten, den Gewerbebetrieben und der öffentlichen Hand verbraucht wird. Große Potentiale liegen in dieser Region im Wärmebereich, sowohl in der Umstellung auf CO2-neutrale Energieträger als auch in der Reduktion des Wärmebedarfes (Wärmedämmung, effizientere Heizungsanlagen etc.). Auch der Verkehrsbereich stellt noch die große Herausforderung der Zukunft dar.

 

Der Vortrag war eingebettet in die Besichtigung von vier Vorzeigeprojekten der Region, in unterschiedlicher Größenordnung, basierend auf unterschiedlichen erneuerbaren Energiequellen.

 

Im Fokus der Besichtigung der Biogasanlage Margarethen/Moos (500 kWel) mit Fernwärmenetz standen die Besonderheiten dieser Anlage - Gasaufbereitung, dezentrale Biogastankstelle, Biogastraktor. Die Nahwärmeversorgung Enzersdorf/Fischa (320 kW), die die Volkschule, den Kindergarten, das Veranstaltungszentrum und vier Reihenhauser mit Wärme aus Hackschnitzel versorgt, wurde als weitere Chance einer regionalen Wertschöpfungskette vorgestellt. Nach der Mittagspause mit Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeit wurden vom Verein Energiepark Bruck/Leitha umgesetzte Projekte besichtigt - der Windpark Bruck/Leitha (seit 2009 im Eigentum von Verbund, 9.000 kWel) mit Aussichtsplattform und die Biomasse Fernwärme Bruck/Leitha (10.000 kW).

 

Die LEADER-Region NÖ Süd freut sich über die zahlreiche Teilnahme an der ganztägigen Exkursion am 29. Jänner 2010 und bedankt sich recht herzlich bei allen Teilnehmern. Vor der Sommerpause ist eine weitere Exkursion geplant. Mögliche Ziele wären ein Besuch der Energieregion Weiz (Sonne u. Mobilität) oder die Energievision Murau (Biomasse u. Wasserkraft).